Suche in der Nacht

Mein Großvater, dessen Name ich aus Ehrfurcht nicht auszusprechen wage, war ein heldenhafter Krieger im Dienste unter der Fahne vom König Barbur. Ein Salut für den König Barbur und all seine großen Krieger im Himmel!

Im ersten Krieg gegen den Sultan von Delhi hatte mein Großvater einst den Befehl, einer Truppe von feindlichen Soldaten nachzustellen, die als Vorauskommando unterwegs waren. Sie gelangten an ein Dorf. Die feindlichen Soldaten begannen, Tore aufzubrechen und Brücken niederzureißen. Zum Glück waren die Bewohner schon alle geflohen, die Befestigungen verstärkt und die Vorräte an Lebensmittel weggeschafft. Fast nichts mehr war zurückgelassen, übrig waren zerfallene leere Hütten. Man hatte sich tief im dichten Wald versteckt.

Die Feinde durchsuchten alles sehr genau, sie verbrachten den ganzen langen Tag damit. Währenddessen hielt sich mein Großvater in der Nähe versteckt und wurde wie ein Wunder nicht von den Feinden entdeckt. Wie eine Katze konnte er schleichen, seine Verstecke verlegen, bewegungslos verharren und den Atem anhalten. Wenn dem auch so war, so ergab sich doch in dieser Situation aus einer Gefahr schon die nächste, alles war bis aufs äußerste angespannt. Eins um andere Mal wäre mein Großvater um ein Haar von den Feinden entdeckt worden. Es war nur seiner außergewöhnlichen Beharrlichkeit und Listigkeit zu verdanken, dass er sich aus der Gefahr in Sicherheit bringen konnte.

Als es dunkel geworden war, hatten sich die Feinde verzogen. Mein Großvater begann schließlich auch, das Dorf zu durchsuchen. Er wollte herausfinden, wonach dieses feindliche Vorauskommando im Dorf eigentlich gesucht hatte. Er traute sich nicht, eine Fackel zu entzünden, er, der Krieger, der mit allen Wassern gewaschen war, musste befürchten, falls die Feinde heimlich zurückkehrten, sie seinen Feuerschein entdecken würden. So war es denn besser, nur mit Hilfe der spärlichen Lichtquellen des Nachthimmels mühsam zu suchen. Allmählich gewöhnten sich seine Augen an die Dunkelheit des Dorfes. Während er so unentwegt suchte, spürte er, wie er mit dem Dorf fast zu einer Einheit verschmolz. Nach vielen Stunden schließlich fand er im Kaminofen der Dorfhalle, wo der Ältestenrat sich versammelt, einen geheimen Schacht, aus dem er die unten stehenden Dinge herausfischte. Allerdings wusste er nicht, ob es die Leute aus dem Dorf oder die Feinde waren, die diese Dinge zurückließen. Über die Bedeutung dieser Dinge dachte er in jeglicher Weise nach, doch wie er auch nachdachte, ihre Bedeutung wollte sich ihm nicht erschließen:

 

  1. Ein Aal ohne Kopf 

  2. Eine vor Nässe triefende schwarze Hundepfote

  3. Eine Stange Zimt

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